27. Deutscher Tierärztetag in Bamberg: Das Tierwohl im Fokus

Auf dem 27. Deutschen Tierärztetag drehte sich alles um das Thema "Tierwohl". Das größte standespolitische Treffen der Tierärzteschaft fand vom 28. bis 30. Oktober in der Weltkulturerbestadt Bamberg statt, rund 400 Tierärzte nahmen am Deutschen Tierärztetag teil.

Auf dem wichtigsten standespolitischen Treffen der deutschen Tierärzteschaft diskutierten Ende Oktober knapp 400 Tierärzte in drei Arbeitskreisen über Themen, die dem Berufsstand unter den Nägeln brennen.
Im Ergebnis der zum Teil sehr kontroversen Diskussionen in den Arbeitskreisen "Zucht und Qualzucht von Klein‐ und Heimtieren", "Tierärztliche Bestandsbetreuung – Garant für Tierwohl und sichere Lebensmittel?!" sowie "Veränderungen in der Mensch‐Tier‐Beziehung: Der Tierarzt im Spannungsfeld von Vernunft und Emotion" formulierten die Teilnehmer Forderungen, die in der Hauptversammlung beschlossen wurden.

Arbeitskreis 1
"Zucht und Qualzucht von Klein- und Heimtieren":

Zuchtziele von Klein- und Heimtieren sind oft mit Schmerzen und Schäden verbunden. Dieses Problem besteht besonders bei Rassen, die in Mode sind wie Möpse und Französische Bulldoggen, die sehr häufig unter Atemnot leiden. Die Tierärzte haben daher eine Reihe von konkreten Forderungen an den Gesetzgeber, an Züchter, an Verbände und an ihre Kollegen in Praxis, Behörden und Forschung gerichtet, damit das Leiden der Tiere zur Befriedigung modischer Launen endlich aufhört.

Beschlüsse (Zucht und Qualzucht)

Arbeitskreis 2
"Tierärztliche Bestandsbetreuung – Garant für Tierwohl und sichere Lebensmittel?!":

Das Dilemma zwischen Anforderungen der Nutztierhalter, medialer Öffentlichkeit und auch den eigenen Ansprüchen an die Berufsausübung wurde kontrovers diskutiert. Einig war man sich schnell, dass tierärztliche Bestandsbetreuung einen Mehrwert für Tiergesundheit, Tierschutz und gesundheitlichen Verbraucherschutz darstellt. Die Frage nach der Ausgestaltung einer solchen und wie weit die Verantwortung der Tierärzte auch im gesellschaftlichen Kontext geht, ließ sich dagegen nicht so leicht beantworten. Am Ende bekannten sich die Tierärzte eindeutig zu ihrer Verantwortung für Tierwohl und gesundheitlichen Verbraucherschutz, stellten aber auch deutlich klar, dass Erfolg nicht garantiert werden kann.

Beschlüsse (Bestandsbetreuung)

Arbeitskreis 3
"Veränderungen in der Mensch-Tier-Beziehung: Der Tierarzt im Spannungsfeld von Vernunft und Emotion":

Über das Thema Veränderung der Mensch-Tier-Beziehung und ihre Bedeutung für das Spannungsfeld zwischen Emotion und Vernunft bei Tierärzten wurde intensiv diskutiert. Als Schwerpunkte stellten sich dabei der Tierschutz einerseits und der Umgang mit psychosozialen Aspekten andererseits heraus, welche beide Belastungsfelder für die Tierärztinnen und Tierärzten darstellen.
Es zeigte sich, dass sich die Tierärzte wünschen, den Tierschutz zu verbessern und für sich selbst mehr Sorge zu tragen.

Beschlüsse (Mensch-Tier-Beziehung)

Anträge zur Hauptversammlung des 27. Deutschen Tierärztetages

Resolutionen und Beschlüsse vergangener Deutscher Tierärztetage

Resolutionen und Beschlüsse vergangener Deutscher Tierärztetage

    • GVP/Qualitätsmanagement
      Beschluss der Hauptversammlung des 23. Deutschen Tierärztetages am 11. April 2003 in Magdeburg
    • Künftiges Berufsbild und Studienreform
      Beschluss der Hauptversammlung des 23. Deutschen Tierärztetages am 11. April 2003 in Magdeburg
    • Tierarzt und Lebensmittelsicherheit: Der amtliche Tierarzt
      Beschluss der Hauptversammlung des 23. Deutschen Tierärztetages am 11. April 2003 in Magdeburg
    • Tierarzneimittelrecht
      Beschluss der Hauptversammlung des 23. Deutschen Tierärztetages am 11. April 2003 in Magdeburg
    • Tierschutz: Qualzuchten bei Nutztieren
      Beschluss der Hauptversammlung des 23. Deutschen Tierärztetages am 11. April 2003 in Magdeburg
    • Öffentlichkeitsarbeit
      Beschluss der Hauptversammlung des 22. Deutschen Tierärztetages am 24. März 2000 in Würzburg
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